Schule in Taaken 1905 – 1963

Nach Meyer’s Pensionierung wurde am 01.10.1905 der Lehrer H. Küsel zunächst provisorisch angestellt. Seine endgültige Berufung erfolgte zwei Jahre später. Am 01.10.1907, bereits sechs Monate später, schied Küsel aus dem Schuldienst des Bezirks aus und ging als Lehrer nach Hamburg.

Ein halbes Jahr war die Schule ohne Lehrer. Es kam zu einer Vertretung durch die benachbarten Lehrer H. Büsching aus Clüversborstel und Johann Müller aus Stapel. Beide gaben nur stundenweise Unterricht und erhielten dafür 1,50 Mark pro Stunde und außerdem 50 Pfennig für jeden Weg nach Taaken. Am 01.10.1908 wurde der Schulamtskandidat Hauschildt provisorisch als Schulverwalter eingesetzt. Ihm ging es ähnlich wie Küsel. Die endgültige Berufung erfolgte erst am 01.07.1911. Aber schon am 01.04.1912 wurde er nach Bevern versetzt, und Taaken war wieder ohne Lehrer.

Man fand schließlich den Lehrer Hinrich Wahlers, der zu dem Zeitpunkt aber noch als Unteroffizier im Königlich-Preußischen Infanterieregiment 59 diente. Seine endgültige Anstellung erfolgte am 01.03.1914. Ob er im Ersten Weltkrieg eingezogen wurde, ist nicht bekannt. Anfang 1930 wurde Wahlers nach Narthauen versetzt. Zu Herrn Wahlers ist zu sagen, dass er weitgehend das kulturelle Leben in der Dorfschaft Taaken mitbestimmte. Er war die herausragende Figur im Dorf und wurde sehr geachtet.
Er gründete einen Gesangverein, leitete diesen und nahm sehr aktiv am Dorfleben Teil.

Sein Nachfolger wurde Lehrer Jark, der bis 1943 in Taaken das Lehramt versah. Auch Herr Jark setzte sich in besonderer Weise für das Dorfleben ein. In den letzten Kriegsjahren wurde es aber zunehmend schwieriger, den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten.
Lehrer Heimbockel aus Schleeßel und auch der Lehrer aus Stapel versuchten, hier teilweise auszuhelfen. Ende Juni 1945 wollte man in Taaken den geregelten Schulbetrieb wieder aufnehmen. Es wurden Anmeldungen zum Besuch der Volksschule in Taaken ausgegeben. 85 Kinder wurden in der einklassigen Schule in Taaken von Lehrer Claus, der damals in Stapel seinen Dienst wieder aufgenommen hatte, und von Lehrer Heimbockel aus Schleeßel abwechselnd unterrichtet.

Am 01.02.1947 trat der Lehrer Artur Stobbe offiziell seinen Dienst in Taaken an, und er war damit auch offiziell der Nachfolger von Lehrer Jark. Von den Schülerinnen und Schülern aus der Zeit wird berichtet, dass er manchmal bis zu 103 Kinder allein in einem Klassenraum unterrichtete. Es ist noch nachzutragen, dass vor Stobbe der Lehrer Eschholz kurz Dienst in Taaken tat und auch im Dorf wohnte. Lehrer Stobbe, fast schon so etwas wie eine Symbolfigur in Taaken, wurde 1950 nach Stade an eine Sonderschule versetzt.
Seine Nachfolge trat der Lehrer Postel an, der mit anderen Junglehrern bis 1951 den Schuldienst versah. Hier tauchen Namen auf wie Lehrer Bartel, Lehrerin Gurn u.a. Lehrer Postel verließ 1951 die Taakener Schule.

Es folgte dann der Hauptlehrer Pelchen, der zusammen mit einem Lehrer Eckdorf den Schuldienst noch in der alten Schule in Taaken versah. Es wurde aber schon kräftig an einem Neubau der Schule gearbeitet. Hauptlehrer Pelchen beteiligte sich sehr aktiv im Dorf am allgemeinen kulturellen Leben, in allen Bereichen des Dorflebens und wurde in den Schulneubau mit einbezogen. Die Einweihung dieser Schule erfolgte Ende 1953. Das Ehepaar Pelchen sowie das Ehepaar Eckdorf bewohnten oben in dieser neuen Schule je eine Lehrerdienstwohnung.
Als Lehrer Eckdorf die Schule in Taaken verließ, folgte ihm ein Lehrer Dammrath, der aus der damaligen DDR kam. Da Dammrath’s Lehrerexamen aus der DDR in Niedersachsen nicht anerkannt wurde, wechselte er nach Bremen, wo eine nochmalige Prüfling nicht zu absolvieren war. Mitte 1962 verließ Lehrer Pelchen die hiesige Schule.
Es folgten Lehrerin Frau von Pontatius und Fräulein Binsch. Im Jahre 1963 wurde das Lehrerehepaar Seife an die hiesige Schule versetzt, die eine längere Zeit den Schuldienst versahen.

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