1963 – 1974

In den nächsten Jahren begann die Auseinandersetzung um die Neubildung des Schulwesens. Die Schule in Taaken war bereits in Frage gestellt.
Es entstanden das neunte Schuljahr und die Förderstufe.
Zunächst wurde das neunte Schuljahr nach Horstedt abgezogen, wo man eine Mittelpunktschule plante, die die Klassen ab dem 5. Schuljahr aufnehmen sollte.

Es war zunächst vorgesehen, die Klassen 1 bis 4 in Taaken zu belassen.
Der Schulneubau und die Platzfrage in Horstedt schlugen hohe Wellen, und man versuchte mit allen Mitteln, die Taakener Gemeinde zu diesem Schulneubau, der sehr teuer war, mit heranzuziehen.
Man beabsichtigte, die Schule in Taaken zu verkaufen. Der Landkreis Verden zog seine Schüler aus Benkel ab, und es folgten heftige Debatten über die Finanzierung.

Nur mit größter Anstrengung konnte verhindert werden, dass Schule und Schulplatz veräußert wurden. In einer Verbandsversammlung, die am 20.02.1967 stattfand, versuchten die Vertreter des Landkreises, Herr Schulrat Jens und Herr Kreisamtmann Lehmann, die Taakener davon zu überzeugen, dass es gut sei, den Schulzweckverband Taaken aufzulösen und die Taakener Kinder in Horstedt einzuschulen.

Es wurde in dieser Versammlung angeboten, das 1. bis 4. Schuljahr in Taaken zu belassen und die Oberstufe (5. bis 9. Schuljahr) in die Mittelpunktschule Horstedt umzuschulen.
Als man bemerkte, dass die Taakener Bürger ihre Schule nicht freiwillig aufgeben wollten, zog man den Lehrer Seife ab und schrieb die Stelle nicht neu aus.
Daraufhin engagierten sich Bürgermeister und Ratsmitglieder für die Neubesetzung der Stelle. Man gab Anzeigen auf und erhielt die Erlaubnis von der Bezirksregierung in Stade, jemanden einstellen.
Dies versuchte der Schulrat zu verhindern, indem er den Bewerbern mitteilte, dass durch eine Besetzung der Stelle in Taaken die zuständige Mittelpunktschule in Horstedt blockiert würde.

Es kam zu einer ernsthaften Debatte mit dem Ergebnis, dass Taaken wieder einen Lehrer einstellen durfte. Die erste Lehrerin, die hier beschäftigt wurde, war Frau Westphal aus Bötersen, die mit weiteren jungen Lehrkräften den Schulbetrieb aufrechterhielt.
Auf die Anzeigen hatte sich auch ein Lehrerehepaar Schmidt beworben, das in einem persönlichen Gespräch großes Interesse zeigte, die hiesige Schulstelle zu übernehmen. Nachdem Frau Westphal als Lehrerin von Taaken nach Waffensen versetzt worden war, übernahm das Lehrerehepaar Schmidt den Schuldienst in Taaken.

1974 wurde der Schulbetrieb komplett eingestellt und das Schulgebäude für den Kinderspielkreis genutzt.